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Der Narrenrat
Die Narrenräte, einstmals die Gründer und die Lenker
der Narrenzunft, organisierten über 30 Jahre in Mühringen
Fasnetsveranstaltungen im Lammsaal,
später in der Turnhalle, und einige große Narrensprünge und legten damit den
Grundstock für eine aktive, brauchtumsverbundene Fasnet. Man darf nicht vergessen, dass es der Narrenrat
war, der jedes Jahr am Schmotzigen in die
Volksschule ging um dort die Schüler und Lehrer zu befreien und die Fasnet auszurufen.
Die
Mitglieder des Narrenrates tragen einen schwarzen Frack mit einem roten
Samtkragen, eine schwarze Hose mit rotem Samtstreifen, ein weißes Hemd, eine
grüne Weste, ein schwarzes Barett mit einem Fuchsschwanz und dem Zunftwappen
in rot-gold. Das Barett des Zunftmeisters ist gelb,
ebenso der Jackenkragen und die Samtstreifen an der Hose. In der Hand hält er
den Narrenstab und führt die Zunft an. Vorne weg jedoch geht der
Narrenpolizist. Mit seiner roten Mütze, der blauen Jacke, der weißen Hose, um
den Bauch die Koppel mit dem blanken Säbel dran und der Schelle in der Hand,
kündigt er die Zunft an.

Der frühere
Narrenpolizist Franz
Schick
Die früheren Narrenräte Leo Bieger,
Rudi Löffler und Albrecht Schmid

Drei ehemalige Zunftmeister:
Adolf Riester, Karl Müller und
Hans-Otto Christinger
Die Zunftmeister der vergangen 50
Jahre:
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1950 - 1977
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Adolf Riester
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1977 - 1987
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Karl Müller
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1987 - 1991
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Erika Weiler
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1991 - 2002
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Hans-Otto Christinger
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2002 - 2007
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Roland Beuter
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2007 -
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Gabriela Lacher
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Die Krattenmacher
Der Krattenmacher, die erste Mühringer Figur, spiegelt den Arbeitsalltag der Mühringer Krattenmacher wieder,
die sich ihre Weidenzweige entlang der Eyach holten
und dann zuhause die Weidenkörbe geflochten haben, die sie dann auf Märkten
oder von Tür zu Tür verkauften. Bis in die 90-er Jahre hinein wurden noch
Körbe geflochten, die dann bei den Umzügen wortgewaltig und unermüdlich an
die Frau oder den Mann gebracht wurden.

Die
Krattenmacher und das Kapfweible
zeigen sich in ihrer Arbeitskluft
Herbert
Huber, "Belser Marie", Thorsten Müller,
Erwin Schiller, Anja Schwendele,
Edelgard Müller, Melanie Müller, Hermann Schiller
Die
Frauen tragen bunte Blusen, grüne Röcke sowie große Halstücher und ein
Kopftuch. Die Männer tragen blaue, gestreifte Arbeitshemden, blaue Hosen,
blaue Schürzen und schwarze Zipfelmützen. Damit sich der harte Arbeitsalltag
auch in den Gesichtern sichtbar wird, tragen einige Krattenmacher
Masken. Die Maske erweckt den Anschein, dass aus einem Krattenboden
heraus eine Gesicht hervortritt, wobei die
Korbhenkel die Ohren zu sein scheinen. Die Männergesichter sind derber und
mit Bärten versehen, die Frauengesichter haben weichere Gesichtzüge
und sind schmaler gearbeitet. Was bei keinem Krattenmacher
fehlt, das sind die halbfertigen oder fertigen Kratten, die zum Kauf
feilgeboten werden sollen. Gefüllt sind die Kratten mit Süßigkeiten, die an
die Zuschauer der Umzüge verteilt werden.
Zu den Krattenmachern gehört
seit 1979 die Einzelfigur: Das "weinende Kapfweible"
Eine Legende sagt, dass alle hundert Jahre, am Kapf
eine alte Frau, das Kapfweible, erscheint um dort
ihr Leid zu klagen und sich auszuweinen. Dieses Kapfweible
trägt wie dies üblich war einen dunklen Rock, dunkle Bluse, eine Schürze, ein
gestricktes Umhängetuch und stützt sich auf einen Stock, der ihr das Tragen
des Krattens erleichtert. Ebenso ist auch unser Kapfweible
gekleidet.
Die Krattenmacher-Schantle
Die Mühringer Schantle
tragen heute weiße Anzüge. weiße Handschuhe und schwarze Schuhe und
Holzmasken. In den Händen haben sie einen Weidenkorb, der mit Süßigkeiten
gefüllt ist, die während der Umzüge an die zuschauenden Kinder verteilt
werden Die Jacken sind auf der Brust und dem Rücken handbemalt mit Krattenmachermotiven. Auf den Beinen befinden
sich die Darstellung von Weidenzweigen. Die Masken, die eine
lachendes Gesicht darstellen, haben auf der Stirn einen Kratten, der
die Verbindung zu den Krattenmachern herstellt. An der Masken sind das Maskentuch und ein Fuchsschwanz
angebracht.

Die
Schantle im Mühringer
Schlosshof und beim Umzug
Die Schloss- und Talhexen
Den Aufzeichnungen aus dem Jahre
1874 und den Überlieferungen ist zu entnehmen, dass seit uralten Zeiten im
Schloss Hohenmühringen der Kälbleshannes
umging. Diesen Namen soll er erhalten haben, weil er nicht nur als Mann oder
Knecht die Mühringer in Angst und Schrecken
versetzte, sondern auch in der Gestalt eines Kalbes in die Stallungen
geschlichen sei, sich dort unter die Stalltiere mischte und den Tieren aus
Schwanz- und Schweifhaaren Zöpfe flocht. In mondhellen Nächten soll er am
Fenster des Südturmes zu sehen gewesen sein, wo er gar fürchterlich geheult
und stundenlang mit eisernen Ketten gerasselt habe. Zu dieser Zeit will man
am Schlossberg und in den Wiesen entlang der Eyach
auch Hexen gesehen haben, die dort auf der Suche nach Kräutern waren. Immer
wieder sei in den Morgenstunden Rauchschwaden aufgestiegen, was ein sicheres
Zeichen dafür gewesen sein soll, dass wieder geheimnisvolle Kräutersude
gekocht wurden.

Mühringer
Schloss- und Talhexen im Schlosshof von Hohenmühringen
Die Mühringer Hexen, das sind die
Mühringer Talhexen, die
Schlosshexen, mit der Feuerhexe, die Kräuterhexe, die Zauberhexe und dem Kälbleshannes (seit 1977).
Die Schloss- und die Talhexen
tragen eine bunte Bluse, einen grünen Rock eine gelbe Schürze. Unter dem Rock
guckt die verzierte Unterhose hervor. Daran schließen sich die rot-weißen
Ringelstrümpfe und die selbstgemachten Strohschuhe an. Die Handschuhe und der
Reisigbesen gehören auch dazu. Jetzt zum kleinen Unterschied - die Maske. Die
Schlosshexe hat auf der Stirn ein Eichenblatt, die Talhexe
eine Blume. Die Feuerhexe hebt sich von den anderen Hexen durch ihre gelbe
Schürze mit den roten Flammenzungen ab.
Der Kälbleshannes trägt wie der
Name schon sagt eine Kälbleskopfmaske und das Häs, in dem er steckt ist aus Kalbsfell gemacht. Um
seinen Hals hängt eine Kuhglocke und in den Händen trägt er eine klirrende
Eisenkette.
Narrenrat
Krattenmacher
Schantle
Hexen
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