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Die Fasnet

Die schwäbisch-alemannische Fasnet hat eine lange Tradition und viele Wurzeln. Hoffnung auf das Ende des Winters, die Vertreibung der Dunkelheit und die Abwehr von bösen Geistern gehören ebenso dazu, wie das Sich-Ausleben vor Beginn der kirchlichen Fastenzeit. Aber auch die Schaffung eines rechtlichen Freiraumes im Sinne der "Narrenfreiheit" war ein wesentliches Moment.
Wer sich näher mit der Geschichte und den Hintergründen der schwäbisch-allemannischen Fasnet beschäftigen will findet viele Details  im "Fasnetforum".

Fasnet in Krattenmacherhausen

Dem Gemeindearchiv ist zu entnehmen, dass Mühringen seit dem 19. Jahrhundert auch "Krattenmacherhausen" genannt wird. Dieser Name entstand aus dem Handwerk des Weidenkorbflechtens (auf schwäbisch: Kratten machen). Seit dieser Zeit gab bis zum Ersten Weltkrieg in Mühringen reges Faschingsstreiben. Im Jahre 1921 haben sich einige Bürger zusammengefunden, die das närrische Brauchtum wieder aufleben ließen und dies pflegten. Nach dem Zweiten Weltkrieg schlossen sich wieder beherzte Bürger zusammen, um die Mühringer Fasnet nach altem Brauch wieder aufleben zu lassen.

Die Narrenzunft entstand

Die Gründung der Narrenzunft Mühringen fand mit allen närrischen Ehren am 3. Dezember 1950 im Nebenzimmer des Café Hebe statt. Gründer der Narrenzunft sind: Christian Hertkorn, Adolf Riester, Engelbert Hebe, Arthur Hertkorn, Leo Bieger, Otto Christinger, Christine Christinger und Josefine Becker. Adolf Riester wurde zum Zunftmeister, Engelbert Hebe wurde zum Schatzmeister und Schriftführer gewählt.
1950 entstehen der Narrenrat und die Krattenmachergruppe .
1952, nach etwas mehr als einem Jahr trat die Mühringer Narrenzunft mit ihrem Narrenrat, den Krattenmachern und der neuen Schantle-Gruppe erstmals in die Öffentlichkeit.
Die erste Fasnetveranstaltung im Lammsaal und der erste Rosenmontagsumzug fanden statt.

 

Ein Bild aus den Gründungsjahren (von links nach rechts):
Adolf Riester, Anton Fischer, Arthur Hertkorn, Helmut Sahm, Helga Raible, Ingeborg Ruggaber, Rudi Lacher, Willi Ruggaber, Narrenvater Christian Hertkorn, Leo Bieger, Josefine Becker, Elvira Riester - Kuligowski, Christine Christinger, Hans - Otto Christinger.

 

1956 komponierte Adalbert Deuringer aus Trillfingen den "Mühringer Narrenmarsch". Bis Mitte der 60-er Jahre wurden Motivwagen gebaut, die beim Rosenmontagsumzug mitfuhren und die Narren aus der Umgebung anlockten. Mühringen war eine Fasnethochburg. 1962 wurde als Bestandteil der Narrenzunft die Fanfarengruppe gegründet. Noch im gleichen Jahr wurde aus dieser Gruppe ein eigenständiger Verein der "Fanfarenzug Mühringen e.V.". 1970 war es, als einige Narren ihr Portemonnaie plünderten und sich Masken und Häs machen ließen und zur Hexengruppe wurden. Die Hexengruppe ist in den vergangen Jahren stetig angewachsen und ist heute die zahlenmäßig größte Gruppe der Narrenzunft.

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